Seither ist die imposante, 1892 vollendete Stadtvilla des Berliner Architekten Hans Grisebach das passgerechte Ausstellungshaus für Kostbarkeiten der deutschen klassischen Moderne. Zwischen Corinth, Zille, Beckmann und Dix hängt auch mal gediegene Nachkriegskunst von Emil Schumacher oder Gotthard Graubner. In denselben herrschaftlichen Räumen kommt die Kunst auch unter den Hammer. Das Auktionshaus Villa Grisebach, vom Pels-Leusden-Chef Bernd Schultz initiiert, bringt Rekorderlöse. Zum Beispiel fand 1998 Emil Noldes „Rotblondes Mädchen“ für 1,9 Millionen DM einen Käufer, und auf einer Auktion im Juni 2005 wurde für Max Beckmanns „Anni“ gar der höchste Preis erzielt, der bisher jemals für ein Kunstwerk des 20. Jahrhunderts in Deutschland bezahlt wurde: 3,9 Millionen Euro.
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